Werkzeug fürs Leben, Haiti

„Unsere“ Berufsschule für Automechaniker, Maurer und Schneiderinnnen in Verrettes ist eine Zukunftsperspektive für Junge in einem Land, das unter katastrophalen Bedingungen leidet.

Der Verein „Werkzeug fürs Leben, Haiti“ finanziert jungen Erwachsenen eine 3-jährige Ausbildung und den Grundstock an Werkzeugen für die selbstständige Erwerbstätigkeit, die einzige Möglichkeit, ihre Familien zu ernähren.

Riesigen Dank allen, die uns mithelfen, „unsere“ Berufsschule zu erhalten; viele schon seit Ende 2002, als Hans Speck und Rose-Marie Christen für einen unentgeltlichen Einsatz der Entwicklungszusammenarbeit nach Haïti reisten, die Schule zusammen mit Einheimischen leiteten und viel in die Verbesserung der Praxisausbildung investierten. Seither wird die Berufsschule von Einheimischen geführt.

Aktuell


Aktuelles von der Berufsschule « École professionnelle de Verrettes »

Schneiderinnen und Schneider
Streiks und Demonstrationen in der Gegend lösten immer wieder Ängste aus und hinderten vor allem die Frauen daran, die Schule regelmässig zu besuchen. So berichtete uns der verantwortliche Pfarrer, dass die Schneiderinnen ihr Lernziel noch nicht erreicht hätten. Er werde die Diplomfeier der Schneiderinnen und Schneider auf später verschieben und die Lehrzeit verlängern. Dies zeigt uns einmal mehr, wie wichtig ihm eine fachlich hochstehende Ausbildung ist.
Nächsten Frühling werden die Präsidentin, Rose-Marie Christen, Hans Speck und Sepp Ulmann mit seiner Frau Betty die Schule be-suchen, um vor Ort den Unterricht zu überprüfen und mit den Lehr-personen und der Direktion nötige Veränderungen zu diskutieren und in die Wege zu leiten.
Die Schneiderausbildung wird jedes Jahr auch von einigen Männern besucht, die dann zu-sätzlich speziell von einem Schneidermeister in der Herstellung von Männerbekleidung un-terrichtet werden. Das Nähen der in Haiti obligatorischen Schul-uniformen ist zudem eine wichtige Einnahme-quelle; der Erhalt einer Tretnähmaschine bei der Diplomierung deshalb eine wichtige Grundlage für den Start in die selbstständige Tätigkeit.
Der Tauschhandel ermöglicht in Haiti weitge-hend die Sicherstellung des Lebensunterhalts, da die meisten Menschen mit weniger als 2 Dollar im Tag auskommen müssen.
Nächsten Frühling werden die Präsidentin, Rose-Marie Christen, Hans Speck und Sepp Ulmann mit seiner Frau Betty die Schule be-suchen, um vor Ort den Unterricht zu überprüfen und mit den Lehr-personen und der Direktion nötige Veränderungen zu diskutieren und in die Wege zu leiten
Maurer und Automechaniker an ihrer Arbeit.
Zusätzlich zum theoretischen und praktischen Unterricht an der Schule arbeiten sie in Klein-gruppen auf Bauplätzen oder in der Garage ihres Ausbildners.

Verrettes mit der Berufsschule liegt im Tal der Artibonite

Das obere Gebiet entlang dem Fluss Artibonite gehört zu den fruchtbarsten in Haiti. Es wird vor allem Reis angebaut. Leider ist im unteren Talabschnitt die Zerstörung durch die Erosion als Folge der anhaltenden Abholzung weit fortgeschritten. Von der Zufahrtsstrasse aus ist nur noch eine zerklüftete Steinwüste sicht-bar.

Aktuelles aus Haiti

Die Proteste der Opposition nehmen extrem zu, vor allem aus cité soleil, dem schlimms-ten Slum in der Hauptstadt. Die völlig frus-trierte Bevölkerung verlangt energisch die immer wieder verschobenen Neuwahlen. Der ehemals vertriebene Präsident Aristide ist an vorderster Front dabei.
Gegen die unglaubliche Armut und den Hunger sowie die fehlende Bildung passiert von Seiten der Regierung nichts. Auch die Cholera wütet, vor allem zur Regenzeit, da nach wie vor die Hygiene katastrophal ist, alle Abfälle aufgetürmt und verbrannt wer-den.


News-Archiv


- Abschlussfeier & Aus dem Alltag
- Erweiterungsbau unserer Berufsschule in Haiti fertigerstellt.
- Haitireise von Josef Ulmann und Hans Speck 3-13. Oktober 2010
- Besuch der Berufsschule März 2012 durch Brigit und Hans Räber